Das Dorf "Conow" hat nicht nur im Bezug auf den Namen eine wechselhafte und facettenreiche Geschichte. Nach Beyer heißt Conow aus dem Slawischen übersetzt "Roßort" oder "Pferdedorf". Beurkundet ist Conow das erste mal im sogenannten Türkenregister des Amtes Mirow im späten 13. Jahrhundert. Durch die Heirat der brandenburgischen Prinzessin Beatrix mit dem Fürsten Heinrich II von Mecklenburg bringt diese das Land Stargard als Brautgeschenk mit in die Ehe. Seit dieser Zeit zählt das Dorf zu Mecklenburg, was trotz der vielen Kriege zwischen Mecklenburg und Brandenburg bis heute so bestand hat.

Mit Beginn des 18. Jahrhunderts wird durch die Errichtung einer Glashütte und des einige Zeit später geschaffenen Gutes der Standort des heutigen Ortes Conow gegründet. Der Betrieb der Glashütte wurde im Jahre 1749 schon wieder eingestellt und das Gut Conow erlebte im Laufe der Zeit ständig wechselnde Pächter und bleibt über lange Jahre im Staatsbesitz. Erst 1938 wird es an Erich Hain verkauft, der es wiederum im November 1940 an den pommerschen Fregattenkapitän Hans-Joachim von Mellentin veräußert. 1937 heiratet die Stieftochter, Gottliebe Gräfin Kalnein, Heinrich Graf Lehndorff. Dieser wird acht Monate vor Kriegsende in den Waldungen von Conow gestellt und an die Gestapo ausgeliefert. Er gehörte zu dem Kreis der Offiziere um Graf Staufenberg, die mit ihrem Versuch gescheitert sind, Adolf Hitler durch ein Attentat am 20.Juli 1944 zu töten.

Das ca. 150 Einwohner zählende Dorf Conow ist aber heute noch landwirtschaftlich geprägt. Im Laufe der Jahre hat sich das gesamte Erscheinungsbild sehr gewandelt, wobei jeder einzelne der Dorfbewohner dazu beigetragen hat, das heute hier ein Kleinod entstanden ist, welches sich harmonisch in das Landschaftsbild einfügt.